
Eine Renovation wird teuer, wenn die Reihenfolge nicht stimmt: Wer zuerst den Boden verlegt und danach streicht, zahlt am Ende doppelt. Dieser Leitfaden zeigt den bewährten Ablauf einer Innenrenovation.
Schritt 1: Bestandsaufnahme und Zieldefinition
Halten Sie fest, was zwingend gemacht werden muss (Schäden, Sicherheit) und was optional ist (Optik, Aufwertung). Fotografieren Sie jeden Raum – das beschleunigt jede Offerte und verhindert spätere Diskussionen.
Schritt 2: Die richtige Reihenfolge der Arbeiten
In dieser Reihenfolge arbeiten Profis, weil jeder Schritt den nächsten schützt:
- Räumung und Demontage (Möbel, alte Beläge, Einbauten)
- Elektro- und Sanitäranpassungen
- Gipser- und Spachtelarbeiten, Risse schliessen
- Decken und Wände streichen
- Bodenbeläge verlegen inklusive Sockelleisten
- Feinarbeiten, Silikonfugen, Montagen
- Endreinigung
Schritt 3: Realistische Zeitfenster
Eine 3.5-Zimmer-Wohnung mit Malerarbeiten und neuem Boden dauert typischerweise fünf bis acht Arbeitstage. Kommen Gipserarbeiten, Küche oder Bad dazu, planen Sie zwei bis vier Wochen ein. Trocknungszeiten von Spachtelmasse und Farbe lassen sich nicht beschleunigen – sie gehören in den Zeitplan.
Schritt 4: Kosten im Griff behalten
Legen Sie eine Reserve von rund zehn Prozent fest. Überraschungen entstehen meist hinter alten Belägen: feuchte Stellen, unebene Unterlagsböden oder alte Klebereste. Wer das einplant, muss den Umbau nicht mittendrin stoppen.
Häufige Fragen
Kann ich während der Renovation in der Wohnung bleiben?
Bei reinen Malerarbeiten in einzelnen Räumen ist das meist möglich. Bei Boden- und Gipserarbeiten empfehlen wir, die betroffenen Räume komplett freizugeben.
Wer koordiniert die einzelnen Arbeiten?
Bei uns haben Sie eine Ansprechperson, die den Zeitplan führt und die Gewerke aufeinander abstimmt.
